Prag – So viel Trinkgeld solltest du dem Taxifahrer geben

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Nach einem leckeren Essen im Restaurant sitzt Du noch am Tisch und bestaunst das bunte Treiben auf den Straßen Prags. Dann steht der Kellner mit der Rechnung vor Dir und schaut Dich erwartungsvoll an. Möchtest Du den guten Service im Gasthaus, Bistro oder Café belohnen, gibst Du ein kleines Trinkgeld. Doch wann reichen ein paar Kronen aus und wann darf es etwas mehr sein?

Der kleine Trinkgeld-Knigge für Deinen Pragurlaub

Wie viel Trinkgeld gibst Du in Prag? Wer bekommt es? Steht es bereits mit auf der Rechnung? Diese Fragen bereiten manchem Urlauber Kopfzerbrechen. Zu Unrecht, denn grundsätzlich gilt in der tschechischen Hauptstadt:

  • Trinkgeld gehört zum guten Ton, wenn Du mit einem Service zufrieden bist. Üblich sind fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags.
  • Steht auf der Rechnung eine niedrige Summe, machst Du es wie die meisten Tschechen. Du rundest den Betrag auf – am besten recht großzügig. Statt der geforderten 115 tschechischen Kronen gibst Du etwa 150.
  • Selten rechnen die Restaurants in Prag das Trinkgeld bereits in den Endpreis ein. Größtenteils bleibt es Dir überlassen, ob und wie viel Du gibst.
  • Mit dem Trinkgeld belohnst Du einen guten Service im Lokal, beim Friseur oder nach einer Taxifahrt. Bist Du mit einer Leistung unzufrieden, behältst Du die Extra-Münzen für Dich.

Neben einem zufriedenstellenden Service entscheidet in Prag auch die Sympathie, ob ein Kellner Trinkgeld erhält. Das gaben in einer Umfrage aus dem Jahr 2019 75 Prozent der Tschechen zu.

Darum ist Trinkgeld in Prag kein Muss

Wer bereits seinen Urlaub in den USA verbrachte, weiß: Trinkgeld ist in den Vereinigten Staaten mehr Muss als Kann.

Anders sieht es in Tschechien aus. Der kleine Obolus ist etwa in der Gaststube ein Zeichen Deiner Zufriedenheit. Je besser Service und Essen ausfallen, desto mehr tschechische Kronen solltest Du auf den Tisch legen.

Fühle Dich jedoch nicht zum Trinkgeldgeben verpflichtet. Nimmt der Kellner mit genervter Miene Deine Bestellung auf und lässt Dich unnötig auf Dein Getränk warten? Ist Dein Gulasch kalt oder ungenießbar? Mit dem Zurückhalten des Trinkgelds kannst Du Deinem Unmut nonverbalen Ausdruck verleihen.

Lass Dich in einer solchen Situation auch nicht davon irritieren, dass Dir der Kellner Dein Wechselgeld gefühlt in Zeitlupe wiedergibt. Warte geduldig bis zur letzten tschechischen Krone, die Du zurück in Deine Brieftasche steckst. Gibst Du kein Trinkgeld, musst Du das auch nicht rechtfertigen – und wenn die Bedienung noch so grimmig dreinschaut.

Wann ist wie viel Trinkgeld angemessen?

Wie hoch das Trinkgeld in Prag ausfällt, hängt von zwei Dingen ab. Einerseits spielt die Höhe der Rechnung eine Rolle, andererseits Dein persönlicher Gusto.

Bestellst Du in einem Bistro einen günstigen Snack, rundest Du die Rechnung anschließend auf. Kostet der Apfelstrudel mit Vanillesoße etwa 175 tschechische Kronen, gibst Du 180.

Möchtest Du etwas großzügiger sein? Gib ein Trinkgeld von fünf Prozent. Das entspricht beim Apfelstrudel-Beispiel rund 184 tschechischen Kronen.

Die Äpfel in Deinem Strudel waren super-knackig, die Rosinen süß und die Vanillesoße lecker cremig? Zudem hat der Kellner nett gelächelt und Dir einen Tipp für Deine Sightseeingtour gegeben? Dann darf das Trinkgeld noch höher ausfallen – mindestens zehn Prozent. Dein süßer Snack kostet Dich somit rund 193 tschechische Kronen.

Hast Du keine Lust aufs lange Münzenzählen? Mach dem freundlichen Kellner mit einem 200-Kronen-Schein eine Freude.

Gibst Du dem Kellner das Trinkgeld in die Hand?

In Tschechien ist es unüblich, den Betrag auf der Rechnung im Voraus aufzurunden. Stattdessen wartest Du, bis Dir der Kellner das Wechselgeld übergibt.

Zähle die Münzen und Scheine ab, die Du als Tip geben möchtest. Diese lässt Du auf dem Tisch liegen.

In einigen Restaurants – meist in den gehobenen – gibt die Bedienung das Wechselgeld auf einem kleinen Teller zurück. Auf diesen kannst Du auch das Trinkgeld legen. Darüber platzierst Du noch eine Serviette, wenn Du es etwas diskreter magst.

Du zahlst nicht bar – und nun?

Zückst Du in Prag die Kreditkarte statt des Bargelds, befindest Du Dich in guter Gesellschaft. Die Mehrheit der Tschechen bevorzugt das bargeldlose Bezahlen. 58 Prozent von ihnen haben maximal 100 Kronen bar mit dabei. Das entspricht rund vier Euro.

Damit Kartenzahler dennoch Trinkgeld geben, arbeiten viele Lokale inzwischen mit einem besonderen Kassensystem. Die Besonderheit findet sich auf dem Kartenlesegerät. Auf diesem kannst Du angeben, ob Du fünf oder zehn Prozent Tip geben möchtest. Die dritte Option: Du behältst die digitalen Extra-Münzen für Dich.

Möchtest Du Kellnern und Köchen in Prag eine Freude machen, solltest Du das Trinkgeld jedoch lieber in bar zahlen. Auf die Weise kann die Belegschaft es leichter und schneller unter sich aufteilen.

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